CO2-Fußabdruck
Google bucht sauberen Strom von der Waterkant

Um dem Image das Klimasünders zu entgehen, will der US-Digital-Gigant Google einen Teil des Stroms für seine Datencloud und Suchmaschine von Windanlagen vor der niedersächsischen Küste beziehen.

Cloud- und Suchmaschinen-Gigant: Verringerung des CO2-Fußabdrucks (Foto: 422737 / 2073 / pixabay)

Der Umstand, dass die Nutzung des Internets wahrscheinlich mehr klimaschädliches CO2 verursacht als der Flugverkehr, lässt die Digitalkonzerne an ihrem Saubermann-Image feilen. Aus diesem Grund hat Google mit dem dänischen Windpark-Betreiber Ørsted ein „Green Corporate Power Purchase Agreement“ getroffen, also einen Abnahmevertrag für grünen Strom. Der US-Suchmaschinen- und -Datencloud-Gigant will von den 900 Megawatt, die der von Ørsted geplante Windpark Borkum Riffgrund 3 von 2025 an vor der Küste Niedersachsens bringen soll, 50 Megawatt für sich nutzen.

Grüner Strom für Cloud- und Suchmaschinendienste

Der Windpark gut 50 Kilometer vor Juist und Borkum umfasst eine Fläche von mehr als 75 Quadratkilometer und soll helfen, dass Google-Suchanfragen und die Nutzung der Cloud bis Ende des Jahrzehnts nicht mehr die Erdatmosphäre aufheizen. „Der Stromabnahmevertrag mit Ørsted wird dazu beitragen, dass Google bis zum Jahr 2030 alle Rechenzentren, Cloud-Regionen und -Standorte des Unternehmens rund um die Uhr mit CO2-freier Energie betreiben kann“, so der dänische Stromanbieter.

Teil einer Kampagne

Google Google behauptet sogar, von 2007 klimaneutral zu sein und bis 2020 den bis dahin verursachtren CO2-Ausstoß seit Firmengründung abgegolten zu haben. Mit eingerechnet sind dabei jedoch Kompensationsprojekte, die andernorts den CO2-Ausstoß mindern, ohne den Klima-Fußabdruck durch Google selbst zu reduzieren.

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