Der Hass auf China treibt in den USA immer neue Blüten. Jetzt vertreibt die aggressive Handelspolitik Washingtons auch noch den Solarriesen JA Solar aus dem Reich der Mitte aus den Vereinigten Staaten.

Die US-Regierung hat einen weiteren chinesischen Solarhersteller aus den Vereinigten Staaten vertrieben: JA Solar, den drittengrößten Solarmodulhersteller der Welt. Das Unternehmen verkaufte seine Fabrik im US-Bundesstaat an den amerikanischen Glas- und Keramikproduzenten Corning. Mit seinem Rückzug aus den USA folgte JA Solar dem chinesischen Wettbewerber Tritan Solar, der im November vergangenen Jahres seine brandneue Modulfertigung in Texas fünf Tage nach Produktionsbeginn an ein US-Unternehmen verkaufen musste. Grund ist beiden Fällen die aggressive Handelspolitik sowohl der aktuellen US-Regierung unter dem republikanischen Präsidenten Donald Trump als auch unter dessen demokratischen Vorgänger Joe Biden.
Aufbau einer US-Solarmodulfertigung mit Chinas Technologie
Auslöser für die Vertreibung nun auch von LA Solar aus den USA ist ein neues Gesetz der Trump Regierung, das Solarfirmen von für die Wirtschaftlichkeit entscheidenden Steuervorteilen ausschließt, wenn diese mehr als 60 Prozent ihrer Vormaterialien aus China beziehen. Im Gegenzug steigt nun der Erwerber Corning zum einzigen Hersteller von Solarmodulen außerhalb Chinas mit allen erforderlichen Produktionsstufen auf.
Regierung in Peking dürfte gewarnt sein
Experten in China betonen, dass das Engagement von Tritan Solar und LA Solar in den USA von Anfang an ein riskantes Unterfangen war. Dass durch den erzwungenen Verkauf der beiden hochmodernen Anlagen China nun mit seiner Technologie den USA zum Aufbau einer eigenen Solarindustrie verhilft, dürfte die Regierung in Peking künftig aufmerksamer auf die Auslandsaktivitäten führender Clean-Tech-Konzerne achten lassen.
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