Beispiel für gelungene internationale Umweltpolitik: Gefährliches Ozonloch wird immer kleiner

Während die weltweite Klimaschutzpolitik auf der Stelle tritt, gibt es eine gute Nachricht: Das gefährliche Ozonloch an den Polkappen der Erde wird immer kleiner – weil die Staaten sich vor 38 Jahren erfolgreich auf wirksame Verbote geeinigt haben.

Haarspray: Vom einstigen Ozon-Killer zum FCKW-freien Stylingmittel (Foto: mostafa_meraji / pixabay)
Haarspray: Vom einstigen Ozon-Killer zum FCKW-freien Stylingmittel (Foto: mostafa_meraji / pixabay)

Ozon, bestehend aus drei Sauerstoffatomen im Gegensatz zum üblichen Sauerstoff aus zwei Molekülen, den Mensch, Tier und Pflanzen einatmen, ist eigentlich schädlich. In 30 Kilometer Höhe sorgt der Stoff jedoch dafür, dass gefährliche Strahlung der Sonne absorbiert und unschädlich wird. Deshalb war die Aufregung groß, als Forscher 1985 entdeckten, dass die Ozonschicht über dem Südpol und später auch über dem Nordpol ein Loch bekam und somit die Gefahr entstand, dass Mensch (Hautkrebs), Tier und Pflanzen dadurch schwer erkranken. Doch nun schrumpfen die Ozonlöcher immer weiter – im wesentlichen, weil die internationale Staatengemeinschaft vor 30 Jahren beschloss, die dafür verantwortlichen Stoffe zu verbieten. Wie die Weltwetterorganisation (WMO) im schweizerischen Genf berichtet, war das Ozonloch 2024 kleiner als in den Jahren 2020 bis 2023.

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Ozonloch vielleicht bis 2045 verschwunden

Grund für die erfreuliche Nachricht ist die Entscheidung der UNO-Mitglieder am 16. September 1987 im kanadischen Montreal, weniger Ozon-abbauende Stoffe zu produzieren und zu verbrauchen und diese schrittweise bis heute zu 99 Prozent aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei handelt es sich vor allem um Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW), wie sie in Kühlschränken und Sprühmitteln, zum Beispiel Haarspray, zum Einsatz kamen. „Infolgedessen wird sich die Ozonschicht bis Mitte dieses Jahrhunderts voraussichtlich wieder auf das Niveau der 1980er-Jahre erholen“, so die WMO. Die vollständige Erholung über der Arktis dürfte 2045 erreicht sein, über der Antarktis 2066.

Klimaschutz scheitert – vor allem durch die USA

Von solchen Erfolgen ist die internationale Klimaschutzpolitik weit entfernt. Allen voran die USA hintertreiben massiv das Ziel, das die UNO 2015 in Paris beschlossen hat, nämlich den Anstieg der Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. So sind die Vereinigten Staaten unter dem wiedergewählten Präsidenten Donald Trump ein weiteres Mal aus dem Pariser Abkommen ausgestiegen und fördern massiv den Einsatz klimaschädlicher fossiler Energie.

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