Covid 19 entpuppt sich als Klimaschützer

Die Pandemie bremst die Nachfrage nach Kohle und Benzin. In der Folge sinken Deutschlands CO2-Emissionen dieses Jahr – um mehr als zehn Prozent.

So sehr der neuerliche Lockdown die wirtschaftliche Existenz vieler Menschen bedroht, dem Klima kommt die seit Februar anhaltende Corona-Krise zugute. Denn im Gefolge des Konjunktureinbruchs ist der Absatz aller fossiler Energieträger in Deutschland in den ersten drei Quartalen dieses Jahres kräftig zurückgegangen. Das zeigen jüngste Berechnungen der AG Energiebilanzen (AGEB). Die Braunkohle büßte 27 Prozent ein; die Steinkohle 25,7 Prozent. Einzig die Erneuerbaren gewannen drei Prozent dazu. Ihr Anteil am Primärenergieverbrauch stieg von 14,9 auf 16,8 Prozent.

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Insgesamt sank der nationale Verbrauch um 8,7 Prozent. Das schlägt sich positiv in der Klimabilanz nieder. Die Experten der Arbeitsgemeinschaft rechnen für 2020 mit einem Rückgang der energiebedingten CO2-Emissionen um knapp 72 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Minus von mehr als zehn Prozent. Mehr: AG Energiebilanzen

Corona-Effekt Der Absatz fossiler Energieträger sinkt stark Quelle: AGEB