Elektro-Autos: Die wichtigsten Tipps für den Winter

Die Kalte Jahreszeit ist eine Herausforderung für die Besitzer von Elektro-Autos. Wichtige Tipps, was Sie im Winter tun sollten und wie Sie Ihr Fahrzeug am besten heizen. Ein Gastbeitrag von Maria Lengemann.

Schwierige Zeit für Elektroautos: Was tun, wenn der Winter kommt (Foto: IsmaelMarder / pixabay)
Schwierige Zeit für Elektroautos: Was tun, wenn der Winter kommt (Foto: IsmaelMarder / pixabay)

Im Winter brechen für Autofahrer schwierige Zeiten an. Die Batterie schwächelt. Häufig kommt es zu Ausfällen und es wird eine Starthilfe gebraucht. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach E-Autos gestiegen und es stellt sich die Frage, ob sich Elektroautos auch für den Winterbetrieb eignen und was dabei zu beachten ist.

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Sind Elektroautos wintertauglich?

Grundsätzlich können E-Autos im Winter ohne Einschränkung betrieben werden. Da viele Modelle über Sitz- und Standheizungen verfügen, kommt auch der Komfort in der kalten Jahreszeit nicht zu kurz. Der Winterbetrieb von E-Autos erfordert allerdings einen deutlich höheren Energiebedarf. Eine E-Autobatterie funktioniert bei Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad Celsius am besten. Sinken die Temperaturen, kühlt auch die Batterie aus. Es wird vermehrt Akku-Energie gebraucht, um das Fahrzeug wieder auf Temperatur zu bringen.

Hinweis: Werden E-Autos im Winter häufig für Kurzstrecken genutzt, kommt es durch häufiges Auskühlen zu deutlichen Verlusten der Reichweite.

Wie weit kommt ein E-Auto im Winter?

Studien haben ergeben, dass die Reichweite von E-Autos im Winter modellabhängig um bis zu 30 Prozent sinkt. Die Ursache liegt in der Batterie, die durch den Heizvorgang besonders beansprucht wird. Der Reichweitenverlust im Winter lässt sich minimieren, indem die Luftheizung nicht durchgängig in Betrieb genommen wird. Lenkrad- und Sitzheizung bieten gute Alternativen. Die meisten Fahrzeuge verfügen über einen Eco-Modus, der ebenfalls beim Energieeinsparen hilft.

Abhängig vom Fahrzeugtyp liegt der Leistungsbedarf einer Autoheizung bei 1,5 bis drei Kilowatt. Die Front- und Heckscheibenheizung benötigt 0,8 Kilowatt. Bei Aktivierung aller Verbraucher hält ein 20-Kilowattstunden-Akku nur wenige Stunden. Im Winterbetrieb sollte deshalb grundsätzlich sparsam mit Verbrauchern wie Heizungsgebläse, Heckscheibenheizung oder Musikanlage umgegangen werden.

Die Reichweite eines Elektroautos kann im Winter verlängert werden, wenn der Innenraum über eine App vorgeheizt wird, während das Fahrzeug noch am Stromnetz hängt. Auch eine vorausschauende Fahrweise trägt zu einer möglichst hohen Reichweite von E-Autos in der kalten Jahreszeit bei.   

Tipp: Vielfahrer, die über keine beheizbare Garage verfügen, sollten sich für E-Autos mit Wärmepumpe entscheiden. Wird der Innenraum damit beheizt, hält die Batterie länger und die Reichweite vergrößert sich.

Wie heizt ein E-Auto im Winter?

Die Heizung im E-Auto wird durch die Batterie abgedeckt. Daher liegt die Reichweite der Fahrzeuge deutlich unter den beim Sommerbetrieb üblichen Werten. Die ausschließlich über Strom betriebene Innenraumheizung gilt als energieintensiv und ist wenig nachhaltig. Die sparsameren Sitz- und Lenkradheizungen schaffen eine effektivere und anhaltende Wärme.

Gut zu wissen: Wer auf die Innenraumheizung des E-Autos nicht verzichten möchte, sollte diese um einige Grad nach unten regulieren. In der Praxis bringt jedes reduzierte Grad Celsius mehr Reichweite.

Wie lade ich mein E-Auto im Winter?

Winterliche Temperaturen haben auch Auswirkungen auf den Ladevorgang von E-Autos. Ein ausgekühlter Akku lädt wesentlich langsamer. Daher dauern im Winter Ladevorgänge im Freien deutlich länger. Batterien laden im mittleren Temperaturbereich am besten. Daher sollte das Fahrzeug unmittelbar nach der Fahrt mit der Ladestation verbunden werden. Sind die Speicherzellen noch aufgewärmt, ist ein energie- und kosteneffizienter Ladevorgang möglich. Dieser Effekt ist auch auf Langstrecken von Vorteil. Wer nach längeren Touren an einem Schnelllader auftanken will, trifft ebenfalls mit aufgewärmter Batterie ein und muss kaum Einbußen bei der Ladegeschwindigkeit hinnehmen.

Tipp: Sofern dies möglich ist, sollte das E-Auto im Winter in der Garage aufgeladen werden.    

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