Stromerzeugung
Klimakiller Kohlekraftwerke: Deutschland und Polen sind Europas schlimmste Schmuddelkinder

Geht es um die Stromerzeugung, schädigt niemand in Europa das Klima so sehr wie Deutschland und Polen – mit ihren Kohlekraftwerken. Ganz vorn mit dabei ist der Essener RWE-Konzern.

Braunkohleabbau im rheinischen Revier: RWE-Meiler zählen zu Europas größten Klimasündern (Foto: KitzD66 / pixabay)

Die Ampel-Koalition hat entschieden, im Zweifelsfall lieber das Klima durch Kohlekraftwerke zusätzlich zu schädigen, als weiterhin abhängig von Russland zu sein, das gerade einen Krieg gegen die Ukraine führt. Das Dilemma könnte kaum größer sein. Denn Deutschland zählt bei der Stromerzeugung schon jetzt zu den schlimmsten Schmuddelkindern Europas, wenn es um die Erderwärmung durch die Kohlemeiler geht – Tendenz sogar steigend. Zu diesem Ergebnis kommt die britische Denkfabfrik Ember. Demnach standen im vergangenen Jahrz sieben der zehn klimaschädlichsten Kraftwerke Europas in Deutschland und bliesen insgesamt 106,3 Megatonnen CO2 in die Atmosphhäre. Ganz vorn dabei: das Kohlekraftwerk Niederaußem des Essener Energiekonzerns RWE, das 36 Prozent mehr Treibhausgas ausstieß als im Vorjahr.

Erstmal mehr seit 2015

Insgesamt waren Polen und Deutschland für 53 Prozent der Emissionen verantwortlich, die bei der Stromerzeugung im vergangenen Jahr die Erdatmosphäre weiter aufheizten. Zusammen gerechnet nahm der Treibhausgasausstoß durch die Stromerzeugung in Europa 2021 laut Ember um 17 Prozent zu – zum ersten Mal seit 2015 wieder.

Massiver Ausbau der erneuerbaren Energien nötig

“Sauberer Strom bis 2035 ist für die EU das Gebot der Stunde”, so Ember-Analystin Harriet Fox. “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien, um so schnell wie möglich einen saubereren, billigeren und zuverlässigeren Energiemix zu schaffen.”

Mehr: Spiegel