Extremwetter kostete Europa halbe Billion Euro

Schätzungweise 450 bis 520 Milliarden Euro kostete Extremwetter Europa in den vergangenen 40 Jahren. Am schlimmsten traf es Deutschland. Die meisten Betroffenen blieben auf den Schäden sitzen.

Todesursache Hitzewelle: Extremwetter kostete Milliarden und viele Menschenleben (Foto: geralt / pixabay)

Der Klimawandel bringt immer mehr Extremwetterlagen wie Stürme, Hitzewellen oder Starkregen mit Überschwemmungen. Was dies die Menschen kostet, hat jetzt die Europäische Umweltagentur EEA in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen analysiert. Die Schäden in den vergangenen 40 Jahren waren gigantisch und betrugen (in Preise von 2020) in den 27 EU-Ländern sowie der Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein und der Türkei schätzungsweise 450 bis 520 Milliarden Euro. Den größten Schaden hatte als Land mit den meisten Einwohnern Deutschland: rund 110 Milliarden Euro, pro Kopf etwa 1 325 Euro.

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Nur ein Viertel bis ein Drittel versichert

Dabei verursachten schätzungsweise nur drei Prozent aller Extremereignisse von 1980 bis 2020 gut 60 Prozent der wirtschaftlichen Schäden – die Verwüstungen durch den Starkregen in der Eifel im vergangenen Jahr nicht eingerechnet. Nur ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtschäden seien versichert gewesen, so die EEA. Das heißt, die Mehrheit der Europäer blieb auf den indirekten Schäden durch Kohleverbrennung, Verkehr, Heizen mit Öl und Gas sowie klimaschädliche Produktion etwa von Stahl und Zement sitzen.

Zigtausend und mehr Tote

Am schlimmsten traf es jedoch diejenigen, die vor den Extremwetterlagen kapitulierrten. Die Zahl der Todesfälle in Europa durch Wetterextreme habe zwischen 85 000 bis 145 000 gelegen, so die EEA, davon allein mehr als 85 Prozent durch Hitzewellen wie 2003.

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