Firmenflotten: Stromer überholen alle anderen Antriebsarten

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Vor allem die Manager großer Firmenflotten setzen zunehmend auf E-Autos. Haupttreiber beim Umstieg auf E-Autos sind die geringeren Kosten.

Firmenflotten Sparzwang treibt Betreiber zum Stromer (Who Lee/Pixabay)
Firmenflotten Sparzwang treibt Fuhrparkmanager zum Stromer (Who Lee/Pixabay)

Während der ersten sechs Monate dieses Jahres machten die Neuzulasungen von E-Autos bei deutschen Firmenflotten 30 Prozent aus. Damit überholen die Stromer in diesem wichtigen Teilmarkt erstmals alle anderen Antriebsarten. Im Gesamtjahr 2025 waren es nur 24 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschers Dataforce im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND). Die Untersuchung bezog sich ausschließlich auf klassische Firmenflotten. Zulassungen für Hersteller, Autohändler oder Autovermieter wurden nicht gezählt.

Vor allem bei den Betreibern großer Fuhrparks geht der Umstieg dynamisch voran. 94 Prozent der Firmenflotten mit über 50 Pkw führen mindestens ein Elektroauto. Bei kleineren Flotten mit weniger als zehn Fahrzeugen sind es dagegen nur 42 Prozent.

Firmenflotten – Kosten entscheiden

Als Grund für die Entscheidung zur E-Mobilität geben 74 Prozent der befragten Manager mit E-Autos in ihrer Flotte die geringeren Kosten an. Der Umfrage zufolge dürfte bis 2030 so gut wie jedes Unternehmen mit einer Flotte von über 50 Fahrzeugen E-Autos (BEV) im Fuhrpark haben. Noch vor fünf Jahren dominierten Dieselfahrzeuge den Flottenmarkt. Zwei Drittel der Befragten gehen sogar davon aus, ihre Flotten bis 2035 vollständig emissionsfrei zu betreiben.

Profiteure der wachsenden Liebe der Flottenmanager zum Stromer sind vor allem deutsche Autobauer. Die ersten fünf Plätze der meistgekauften E-Firmenwagen werden von ihnen belegt. Aktuell entfallen auf die deutschen Hersteller 73 Pro­zent. Allerdings nimmt der Wettbewerb enorm zu. 44 Pro­zent der befragten Fuhr­parkleute können sich durchaus vorstellen, auch chinesische Modelle in ihrer Flotte zu nutzen.

Vollstromer führen Statistik an

Nicht nur in Firmenflotten geht der Trend zum E-Auto. Auch bei den gesamten Neuzulassungen in Deutschland nahmen die Stromer im Juni mit 28,4 Prozent erstmals den Spitzenplatz ein – knapp vor den Hybrid-PKW, die auf 28,1 Prozent kamen. Stecker-Hybride kamen auf 10,9 Prozent. Summiert machten alle Varianten von E-Antrieben folglich mehr als zwei Drittel der Neuzulassungen aus.

Stetiger Anstieg Stromer kommen langsam, aber gewaltig (Kraftfahrt-Bundesamt)

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Anteil der E-Autos (BEV) im Juni immerhin um 78,2 Prozent höher. Bezogen auf den Vorjahreszeitraum erreichten die Stromer im ersten Halbjahr 2026 ein Plus von 48 Prozent. Auch bei den Privatkäufen zählen – neben der wiedereingeführten Umweltprämie – die gestiegenen Kosten für den Betrieb von Verbrennern. Benzin und Diesel sind seit Jahresanfang um rund ein Viertel teurer geworden.

Mehr: Initiative Klimaneutrales Deutschland; Autohaus

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