Kalifornien macht vor, wie Großbatterien die Stromproduktion mit Gaskraftwerken reduzieren bis überflüssig machen können

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Im US-Bundesstaat Kalifornien wurden so viel Großbatterien in Betrieb genommen, dass der so gespeicherte Solarstrom klimaschädliche Gaskraftwerke zunehmend an den Rand drängt bis überflüssig macht.

Golden Gate Bridge in San Francisco: In Kalifornien scheint die Sonne dank Großbatterien vier Stunden lang nach ihrem Untergang weiter (Foto: pixabay)

Solaranlagen haben einen Nachteil: Sie produzieren viel, oft zu viel Strom, wenn die Sonne in den Mittagsstunden am höchsten steht. Nach Sonnenuntergang hingegen ist Schluss mit Solarstrom und Gas- beziehungsweise Kohlekraftwerke müssen einspringen. Einziges Mittel dagegen sind Batterien, die den überschüssigen Solarstrom in der Tagesmitte speichern und diesen abgeben, wenn es dunkel wird. Genau das macht immer erfolgreicher der US-Bundesstaat Kalifornien, wo in den vergangenen Jahren zahlreiche Großbatterien in Betrieb gingen und nun nach Sonnenuntergang gespeicherten Solarstrom anstelle von Strom aus Gas- und Kohlemeilern ins Netz speisen.

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Der Denkfabrik Ember zufolge war die Stromerzeugung von Gaskraftwerken in Kalifornien im Juni 2026 etwa 40 Prozent niedriger als im Juni 2025 und 70 Prozent niedriger als 2021. Im Extremfall wurde fast keine Erdgas mehr benötigt. So wurden am 16. Mai dieses Jahres, so das Branchenportal  Solar Power, nur nur 3,1 Prozent des gesamten kalifornischen Stroms aus Gas erzeugt. In den Tagen davor und danach, vom 13. bis 17. Mai betrug laut dem US-Institut für Energiewirtschaftlichkeit und Finanzanalysen der Gasanteil am kalifornischen Strommix nie mehr als 10 Prozent. 

Kalifornien – halb so viel Einwohner, achtmal so viel Großbatteriespeicher

Die Nachricht straft die ehemalige Energiekonzernmanagerin und heutige Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) Lügen, die gerade auf Biegen und Brechen den Bau von Gastkraftwerken in Deutschland ausschreibt, statt den Bau von Großbatterien voranzutreiben. Die klimaschädlichen Anlagen sollen Strom liefern, wenn zu wenig Wind weht und die Sonne nicht scheint, um genügend grünen Strom zu produzieren. 2019 lagen Kalifornien und Deutschland bei den insgesamt installierten Batteriespeichern mit einer Leistung von weniger als einem Gigawatt etwa gleichauf. Inzwischen verfügt der US-Bundesstaat mit knapp halb so viel Einwohnern über Großspeicher mit einer Leistung von knapp 17 Gigawatt – gegenüber zwei Gigawatt in Deutschland. Zwar schlummern hier zu Lande in den Kellern der Privathaushalte mit Solaranlagen Batterien, die es auf eine Leistung von über zehn Gigawatt bringen. Allerdings stehen diese nicht der Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz etwa nach Sonnenuntergang zur Verfügung. 

Die Sonne scheint nach ihrem Untergang vier Stunden lang weiter

Die vielen Großspeicher in Kalifornien sind inzwischen in der Lage, bei 84 Gigawattstunden Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Das reicht in etwa, um die Zeit vom Feierabend bis zur Schlafenszeit zu überbrücken. Somit scheint die Sonne in dem West-Coast-Bundesstaat dank der Großspeicher nach ihrem Untergang eigentlich vier Stunden lang weiter.

Mehr: ntv


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