Neueste Zahlen bestätigen einen Trend: Muss sich der US-Elektroauto-Pionier Tesla in Europa langfristig dem chinesischen Hersteller BYD geschlagen geben?

Für Volkswagen ließ sich der Sommer gut an. 28 Prozent Marktanteil bei Elektroautos in Europa verbuchte der Wolfsburger Multi-Marken-Konzern (VW, Skoda, Seat, Porsche) dank der wachsenden Beliebtheit der Stromer in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Kein anderer Autobauer war besser. Gleichzeitig bahnte sich auf den Rängen dahinter aber möglicherweise eine Sensation an. Denn nach neuesten Zahlen steigerte der chinesische Hersteller und Weltmarktführer BYD seine Verkäufe in Europa geradezu explosionsartig – und verweist damit den US-Elektroauto-Pionier Tesla zunehmend auf die Plätze. So verkaufte BYD im Juli in Großbritannien 3 184 Elektrofahrzeuge, mehr als viermal so viel wie vor Jahresfrist – gegenüber lächerlichen 987 Fahrzeugen, die Tesla absetzte, was einem Minus von fast 60 Prozent gegenüber dem Juli des Vorjahres entsprach. Ähnliche Zuwächse verzeichnete BYD in Deutschland, wo die Verkaufszahlen im Juli um 390 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat nach oben schossen. Teslas Absatz hingegen brach um satte 55,1 Prozent auf nur noch 1 110 Fahrzeuge ein.
BYD auf dem Weg zum entscheidenden Konkurrent von VW
Zwar resultieren die astronomischen Zuwächse von BYD auch aus den bisher noch geringen Verkaufszahlen. Doch setzt sich der Trend fort, wächst hier der künftige entscheidende Konkurrent für VW heran. Denn der inzwischen zum Weltmarktführer aufgestiegene chinesische Hersteller trotzt offenbar nicht nur den Strafzöllen der EU auf Elektroautos aus dem Reich der Mitte. Der Konzern hat auch Fabriken in Europa, etwa in Ungarn, angekündigt, um die Importbarrieren aus Brüssel zu umgehen.
Tesla leidet unter miesem Image und chinesischer Konkurrenz
Tesla-Chef Elon Musk hingegen hat bereits ein „rauhes Quartal“ für sein Unternehmen prognostiziert. Dem Multimilliardär macht nicht nur der harte Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten zu schaffen sondern auch der Verlust staatlicher Subventionen in den USA sowie das schlechte Image, das ihm seit seinen rechtslastigen Aktionen im vergangenen deutschen Bundestagswahlkampf anheftet.
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