Magna cum laude für E-Auto-Startup ACM

Mit der Zusage, als Lieferant zur Verfügung zu stehen, adelt der kanadisch-österreichische Autoaustatter Magna das Münchner E-Auto-Startup ACM. Für dessen vielseitigen Billigstromer soll es schon 208 000 Interessenten geben.

Strombetriebenes Multitalent aus München: Absichtserklärungen von Kunden im Wert von einer Milliarde Euro (Foto: ACM)

Das Münchner Elektroauto-Startup ACM hat einen großen Schritt in Richtung Serienproduktion getan. Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna, neben Bosch, Continental, ZF und Faurecia einer der großen Player weltweit, wird für ACM arbeiten. 2023 sollen die ersten Testfahrzeuge gebaut werden, im Jahr darauf ist der Start der Serienfertigung in Fabriken in Asien geplant. Auf der kommenden Internationalen Automobilausstellung im September in München soll der “City One”, wie das Fahrzeug heißt, erstmals einem großen Publikum vorgestellt werden. Investoren haben bislang 40 Millionen Euro in die Entwicklung gesteckt.

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950 Kilogramm Elektroauto ab 10 000 Euro

Mit dem ACM steigt nach der Renault-Tochter Dacia und chinesischen Herstellern nun auch die deutsche Autoindustrie in das Zukunftsgeschäft mit kleineren preiswerten E-Autos ein. Lediglich Daimler wagt sich mit seinem Elektro-Smart bisher eher zaghaft auf dieses Feld. Die drei Buchstaben “ACM” stehen für „Adaptive City Mobility“, entsprechend soll der “City One” ein Kleinwagen sein, der für die Beförderung von bis zu fünf Personen, aber auch für den Transport allen erdenklichen Tands taugen soll. Preis je nach Austattung: 10 000 bis 15 000 Euro. Gedacht ist das vielseitige E-Mobil für Flottenbetreiber vonTaxiunternehmern bis zum Logistiker. Mit einem Gewicht von 950 Kilogramm ist der Tausendsassa deutlich leichter als die E-Modelle etwa von VW, BMW und Daimler.

Display für Werbung auf der Heckklappe

ACM-Vorstandschef Paul Leibold weiß, wie die Konkurrenz tickt. Er arbeitete am i3 mit, dem ersten Elektro-Auto von BMW. Um die Kosten der Kunden für den “City One” zu senken, hat das Fahzeug auf der Rückseite einen Digitalbildschirm, auf dem die Eigentümer Werbung laufen lassen können. So habe die chinesische Mobilfunkkette D.Phone 35 000 Exemplare geordert, um sie Kunden mit einer Flatrate anzubieten, erzählt Leibold und ist sich sicher: „Der Markt ist riesig.“

Mehr: Handelsblatt

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