Nachhaltige Energieprojekte sind inzwischen durchweg günstiger als fossile

Der jüngste IRENA-Bericht spricht Klartext: In 91 Prozent der Fälle sind nachhaltige Energieprojekte kostengünstiger als fossile Alternativen.

Windrad, Braunkohle-Kraftwerk bei Aachen Nachhaltige Energieprojekte sind fast immer kostengünstiger (ceus-design.de)
Windrad, Braunkohle-Kraftwerk bei Aachen Nachhaltige Energieprojekte kosten weniger (ceus-design.de)

Es geht bergab! Zumindest mit den Kosten für die Erzeugung nachhaltiger elektrischer Energie. Nachhaltige Energieprojekte sind günstiger als fossile Energiequellen. Inzwischen kostet die Kilowattstunde Strom aus Solarpanelen nur 0,043 Dollar. Es geht sogar günstiger: Strom von Windrädern an Land kostet nur noch 0,034 Dollar. Umgerechnet in hiesiger Währung liegt der Preis für beide Stormquellen also klar unter vier Eurocent. Fossiler Strom ist fast doppelt so teuer. Gemessen an den Gestehungskosten (LCOE) lieferten 91 % der neugebauten, nachhaltigen Energienanlagen den Strom zu geringeren Kosten als die günstigste fossile Alternative.

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Dies ist dem jüngsten Bericht der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) zu entnehmen. Die Organisation von 169 Regierungen weist in dem Report darauf hin, dass die Installationskosten zwischen 2023 und 2024 über alle nachhaltigen Technologien hinweg sich um 10 Prozent verminderten. Nur für Windanlagen zur See stagnierten die Kosten. Bei der Bioenergie stiegen sie um 16 Prozent.

Steiler Kostenrückgang Vergangenheit

Anders sah das Bild allerdings bei den Stromgestehungskosten aus. Bei diesen bewirken seit etwa drei Jahren Faktoren wie Finanzierungskosten, Netzprobleme oder Marktanteile zum Teil kleine Anstiege. Strom aus Photovoltaik kostete im vergangenen Jahr 0,6 Prozent mehr als 2023. Bei der Windenergie an Land stiegen die Kosten um drei Prozent, bei der Windenergie zur See um vier Prozent. Strom aus Bioenergie war sogar um 13 Prozent teurer. Hingegen sanken die Kosten für Strom aus Geothermie um 16 Prozent und aus Wasserkraft um zwei Prozent. Bezogen auf das Jahr 2014 haben sich jedoch die Kosten für die Erneuerbaren durchweg um mindestens die Hälfte verringert. Der IRENA-Bericht geht davon aus, dass sich in den kommenden Jahren die Kostendegression fortsetzen wird – allerdings deutlich langsamer als in den Jahren vor 2020.

Kosten runter! Nachhaltige Energieprojekte sind inzwischen in 91 Prozent der Fälle günstiger als fossile Projekte (IRENA)
Kosten runter! Der Aufwand für die Erzeugung nachhaltigen Stroms ist massiv gesunken (IRENA)

Die Erneuerbaren trugen in Milliardenhöhe dazu bei, Treibstoffkosten zu vermeiden. Weltweit betrugen die Einsparungen allein im vergangenen Jahr 467 Milliarden US-Dollar. Hauptgewinner war China mit fast 180 Milliarden Dollar Ersparnis. Aber auch Deutschland sparte 16,4 Milliarden Dollar für fossile Energien ein. Zusätzlich kommen – jenseits der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung für die Stromproduktion – die Einsparungen dank der Vermeidung von Lufverschmutzung. Allein für Deutschland betrug dieser Effekt sechs Milliarden Dollar. In China summierte er sich sogar auf 261,1 Dollar.

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