Stromerzeugung weltweit – Wind und Sonne klar vor Erdgas

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Im April erzeugten Wind- und Solaranlagen mehr Strom als Erdgaskraftwerke. Die Stromerzeugung weltweit durch Windkraft und Photovoltaik liegt inzwischen doppelt so hoch wie vor fünf Jahren.

Solar- und Windanlagen Stromerzeugung weltweit durch Windkraft und Photovoltaik hat sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt (RainerSturm/Pixelio.de)
Solar- und Windanlagen Stromerzeugung weltweit durch Windkraft und Photovoltaik hat sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt (RainerSturm/Pixelio.de)

Im vergangenen Monat trugen Wind und Sonne – laut der britischen Denkfabrik EMBER – 22 Prozent zur Stromerzeugung weltweit bei. Der Anteil von Gas betrug nur 20 Prozent. Insgesamt produzierten Wind- und Solaranlagen rund 531 Terawattstunden (TWh) Strom. Der höhere Anteil der nachhaltigen Stromproduktion ist dabei nicht ungewöhnlich. Denn im April gibt es deutlich mehr Sonnenstunden als in den Vormonaten. Gleichzeitig weht aber noch reichlich Wind. Vor allem bei der Sonnenenergie macht sich der Frühjahrsbeginn als Anstieg bemerkbar, weil die meisten Solaranlagen auf der nördlichen Halbkugel des Globus liegen.

Ungewöhnlich ist laut EMBER allerdings das – von jahreszeitlichen Verzerrungen unabhängige – solide Wachstum der Stromerzeugung weltweit durch Wind- und Solaranlagen. So wuchs laut EMBER die Produktion von Windstrom weltweit zwischen 2010 und 2025 um fast das Fünfzehnfache von 378 TWh auf 5490 TWh an. Noch beindruckender ist das Wachstum der Solarkraft. Gingen im Jahr 2010 nur 32,2 Terawattstunden ins Netz, so waren es im vergangenen Jahr immerhin 2778 TWh – ein Zuwachs um das 85fache. Ein Ende des dynamischen Zuwachses – vor allem bei der Solarenergie – ist nicht abzusehen.

Stromerzeugung weltweit Wind und Sonne legen kräftig zu (EMBER)

Anders sieht es bei den traditionellen Energiequellen aus. Kernkraft zum Beispiel legte seit 2010 nur um rund drei Prozent auf 2813 TWh zu. Recht flach verläuft auch die Kurve für die Fossilen. Gas und Kohle legten von 14 345 auf 18 219 TWh zu – ein Zuwachs um 27 Prozent.

Stromerzeugung weltweit – Wind- und Sonne legen zu

Absolut gesehen hielten die Fossilen jedoch ihren Spitzenplatz. Wind und Solar kamen 2025 mit 5490 TWh nur auf knapp ein Drittel der fossilen Stromproduktion. Allerdings ist das Wachstum – wie der Vergleich der beiden untenstehenden Kurven zeigt – bei den Erneuerbaren ungleich dynamischer.

Dynamisches Wachstum Wind und Solar verzeichnen enormen Anstieg (EMBER)
Gemächliche Zunahme Wachstum der Fossilen lässt nach (EMBER)

Mehr: t-online; EMBER

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