Das Auto hat seinen Preis. Bevor deutsche Autofahrer im Alter die Hände vom Lenker lassen, haben sie eine halbe Million Euro ausgegeben.

als ein Einfamilienhaus kosten würde (Rainer Sturm/Pixelio.de)
Das ist das Ergebnis einer Kostenanalyse des Leasing-Experten LeasingMarkt.de. Für die Auswertung wurden nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch laufende Ausgaben für ein 54-jähriges Autofahrer-Leben berücksichtigt. Die Untersuchung zeigt auch, das sich die Kosten für den PKW seit dem Jahr 2012 enorm verteuert haben. Seinerzeit lagen umgerechnet die lebenslangen Kosten noch bei 336 500 Euro. Heute liegen sie bei 496 400 Euro – ein Anstieg um 48 Prozent.
Der typische deutsche Autofahrer kauft sich im Laufe seines 54 Jahre währenden Autofahrerlebens drei Neufahrzeuge und fünf Gebrauchtwagen. Dafür muss er 224 000 Euro berappen. Das ist fast das Doppelte der Anschaffungskosten im Jahr 2012. Vor dreizehn Jahren hätten noch 116 900 Euro genügt. Ein Neuwagen kostet heute durchschnittlich 43 500 Euro, ein Gebrauchtwagen 18 600 Euro.
Werkstatt und Garage teuer
Ordenlich zugelegt haben auch die Werkstattkosten. Deutsche geben im Laufe ihres Autofahrerlebens – bezogen auf heutige Preise – dafür 65 400 Euro aus, 44 Prozent mehr als 2021. Ähnlich, um 46 Prozent, sind die Kosten für Garage oder Parkplatz in die Höhe geschossen. Statt auf 20 300 Euro im Vergleichsjahr 2012 summieren sie sich inzwischen auf 29 700 Euro. Zugelegt haben ebenso die Versicherungskosten. Sie sind um 35 Prozent auf 58 100 Euro gestiegen.
Vergleichweise moderat stiegen hingegen die Kraftstoffpreise während der vergangenen 13 Jahre. Statt 78 900 Euro lässt der typische deutsche PKW-Besitzer heute mit 85 600 Euro nur acht Prozent mehr an der Tanke oder Ladesäule. Immerhin um 20 Prozent gesunken – von 16 900 Euro auf 13 500 Euro – sind die Kosten für Wäsche und Pflege.
Haus oder Auto
Die inidviduelle Mobilität kostet deutschen Fahrzeughaltern laut LeasingMarkt.de im Laufe ihres Lebens deutlich mehr als ein Eigenheim. Dem Immobilienmakler Engel & Völkers zufolge beträgt der Durchschnittspreis für ein typisches Eigenheim in Deutschland 340 560 Euro. In der Summe geben Vierradbetreiber im Lauf ihres Fahrerlebens für’s „heilig’s Blechle“ mit 496 400 Euro folglich 46 Prozent mehr aus, als sie für den Erwerb eines Einfamilienhauses aufwenden müssten. Anders gesprochen: Ein Ehepaar, dass statt zwei Vehikel kein Auto betreibt, könnte theoretisch mit dem gesparten Geld fast drei neue Einfamilienhäuser bezahlen.
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