TÜV-Studie: E-Auto vor dem Durchbruch

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Nur noch 35 Prozent der Bevölkerung würden bei einem Neukauf einen reinen Verbrenner vorziehen. Damit steht das E-Auto vor dem Durchbruch.

Ladepause Laut TÜV steht das E-Auto vor dem Durchburch (Menno de Jong/Pixabay)
Ladepause Laut TÜV steht das E-Auto vor dem Durchbruch (Menno de Jong/Pixabay)

Die Hälfte der Bundesbürger bevorzugt beim Autokauf einen Stromer oder ein Hybrid-Fahrzeug. Die Verbrenner-Liebhaber machen nur noch rund ein Drittel der potentiellen Autokäufer aus. Für ein Nur-Batterie-Auto (BEV) würde sich inzwischen immerhin jeder Vierte entscheiden. Das ist ein Ergebnis der TÜV Mobility Studie 2026. Der Meinungsforscher Forsa hatte dazu im Auftrage des TÜV-Verbandes 2504 Personen in Deutschland zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. „Die Elektromobilität steht vor dem Durchbruch“, betonte der Geschäftsführer des des TÜV-Verbands, Joachim Bühler, bei der Vorstellung der Studie.

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Ein breites Angebot an Stromern, neue staatliche Förderungen und die hohen Spritpreise hätten die Autokäufer zum Umdenken bewegt. E-Vehikel seien inzwischen auf dem Weg zum Mainstream. Tatsächlich waren in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres laut Kraftfahrt-Bundesamt 26 Prozent der Pkw-Neuzulassungen E-Autos. 40 Prozent waren Hybride. Gleichzeitig zog der Markt für elektrische Gebrauchtwagen kräftig an. Im Laufe der vergangenen zwölf Monate hatte sich der Trend verstärkt: Im Juli bezogen sich 78 609 der Neuanmeldungen (29,3 Prozent) in Deutschland auf BEVs – im Vergleich zum Juli im Vorjahr ein Zuwachs von fast 62 Prozent. Wie bereits im Juni dominierten Stromer die Neuzulassungen. Sie zogen fast gleich mit allen Verbrennern zusammengefasst (Diesel und Benziner 30,7 Prozent).

Dazu trug nicht zuletzt der wachsende Anteil von E-Autos in den Firmenflotten bei. Während der ersten sechs Monate dieses Jahres machten die Neuzulassungen von E-Fahrzeugen bei deutschen Firmenflotten 30 Prozent aus. Damit überholten Stromer in diesem wichtigen Teilmarkt erstmals alle anderen Antriebsarten.

E-Auto vor dem Durchbruch – trotz Vorbehalten

Trotz dieser positiven Tendenzen gibt es unter den Befragten der TÜV-Studie weiterhin Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität. Die hohen Anschaffungskosten, von 57 Prozent der Befragten benannt, die geringen Reichweiten (52 Prozent) und fehlende Ladestationen werden zum Beispiel kritisiert. E-Fahrer sehen darüber hinaus die verminderten Reichweiten im Winter (61 Prozent), die unübersichtliche Preisgestaltung an den Ladesäulen (49 Prozent) und die Vielfalt der Bezahlsysteme (48 Prozent) als Schwachpunkte.

Mehr: TÜV-Verband

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