28 Maßnahmen für eine Stadt mit weniger Verpackungsmüll

Überquellende Abfalleimer am Straßenrand, überbordende Müllcontainer bei Festivitäten, überforderte Entsorgungsunternehmen – Kommunalverwaltungen haben durchaus Möglichkeiten, eine Stadt mit weniger Verpackungsmüll zu schaffen. 28 Maßnahmen zum Nachmachen.

Kein Ende der Müllflut? Kommunen machen vor, wie eine Stadt mit weniger Verpackungsmüll aussehen könnte (Foto: RitaE / pixabay)

Rund 700 Millionen Euro geben deutsche Kommunen jedes Jahr aus, um Straßen und Parks von Verpackungsmüll zu reinigen. Das müsste nicht sein, würden sie mehr dafür tun, dass weniger Verpackungsmüll in Umlauf kommt. Wie das gehen könnte, haben das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin und das Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg untersucht – und 28 Maßnahmen zum Nachahmen zusammengetragen.

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Satzungen gegen Verpackungsmüll

Jena und Kiel haben zum Beispiel eine Satzung erlasssen, die Einwegbesteck und -geschirr auf dem öffentlichen Marktplatz untersagt. Ähnliche Vorschriften sind denkbar, wenn Städte öffentliche Grundstücke verpachten oder deren Nutzung gestatten, etwa für Volksfeste, oder beim Catering von Sportveranstaltungen. Freiburg im Breisgau wiederum führte ein Pfandsystem für Mehrwegbecher ein, an an dem sich mittlerweile mehr als 130 Betriebe beteiligen. Und Heidelberg verschenkt Frühstücksboxen an Erstklässler und erleichtert den Verzicht auf Plastikflaschen, indem die Stadt Zapfstellen eingerichtete, an denen man kostenlos Leitungswasser in seine Trinkflasche abfüllen kann.

Kiel geht voran

Um zum Nachahmen anzuregen, haben das IÖW und das ifeu unter anderem eine Handreichung zur Reduzierung von Verpackungsmüll und einen Leitfaden für Unternehmen ins Internet gestellt. Besonders vorbildhaft scheint die Stadt Kiel gegen die Verpackungsmüllflut vorzugehen. „Städte brauchen Verpackungsstrategien und hierfür müssen sie zunächst einmal klar definieren, welche kommunalen Ziele sie erreichen wollen“, so IÖW-Umeweltökonom Frieder Rubik. „Die Stadt Kiel ist hierfür ein Beispiel: Sie will sich zu einer Zero-Waste-City entwickeln.“

Mehr: idw

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