Flugtaxi: Volocopter hebt ab

Der Pionier für das elektrische Fliegen sammelt 200 Millionen Euro bei Investoren ein. Prominentester Neuzugang ist der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock. Innerhalb der nächsten zwei Jahre will das Unternehmen aus Bruchsal die ersten Flugtaxi-Srecken eröffnen.

Innenraum des Flugtaxis von Volocopter
Innenraum des Flugtaxis Platz für zwei Passagiere und ihr Handgepäck Foto: Volocopter

Mit dem frischen Kapital will Volocopter-Vorstandsschef Florian Reuter vor allem den behördlichen Zulassungsprozess für seine Flugtaxis vorantreiben. Wo diese zunächst abheben sollen, steht fest: in Paris und Singapur. Zwei Passagiere plus Handgepäck kann der Elektroflieger aufnehmen und mit Tempo 110 rund 35 Kilometer weit befördern. Dann müssen die Batterien an die Ladestation. Die Badener entwickeln auch eine mannlose Lastendrohne.

Kostspieliges Rennen um die Pole-Position

Sie sind nicht allein im kostspieligen Rennen, als Erster weltweit Flugtaxi-Dienste anzubieten. Neben anderen Startups wie Joby aus den USA und Lilium aus München wetteifern Konzerne wie Airbus und Volkswagen um diesen Ruhm. Was anfangs nach einer spinnerten Idee klang – inzwischen sieht etwa die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA den Einsatz von Drohnen und Flugtaxis bis spätestens Mitte des Jahrzehnts als realistische Option.

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Aussicht auf einen 1,5-Billionen-Dollar-Markt

Erst einmal etabliert, würde der saubere und leise Transport durch die Lüfte, ungestört von jedem Stau, schnell zum lukrativen Geschäft werden. Davon sind jedenfalls die Investmentbanker von Morgan Stanley überzeugt. Ihrer Prognose zufolge könnte der Markt für elektronische Flugtaxis, die Waren ausliefern und Passagiere befördern, schon 2040 Umsätze von mehr als 1,5 Billionen Dollar generieren.

Für längere Strecken ist ein rein elektrischer Flugbetrieb nach gegenwärtigem Stand noch Utopie. Immerhin machen britische Forscher Hoffnung auf einen klimaneutralen Kerosinersatz. Sie haben einen Katalysator entwickelt, der aus Kohlendioxid (CO2) und Wasserstoff grünes Flugbenzin produziert. Es kann schon in heutigen Jets verwendet werden.

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Foto: Nicolay Kazacov/Volocopter

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