Gericht ordnet Eröffnung von Insolvenzverfahren über enyway GmbH an

Wie jetzt bekannt wurde, hat das Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzöffnungsverfahren über das Vermögen der enyway GmbH eingeleitet.

Stromzähler Endkunden werden weiter vom örtlichen Versorger beliefert (Andreas Morlok/Pixelio)

Laut Bekanntmachung des Amtsgericht Hamburg wurde das Verfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 147030 eingetragenen enyway GmbH bereits am 29. Dezember unter Aktenzeichen 67b IN 236/21 eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Justus von Buchwaldt aus Hamburg bestellt.

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Enyway ist nicht das einzige alternative Stromunternehmen in Liquiditätsnöten. So musste auch der Energiediscounter Stromio vor wenigen Wochen die Belieferung seiner Kunden einstellen. Auch Enqu, Berla Energie, Smiling Green Energy und Lition Energie mussten laut Handelsblatt ihre Lieferungen stoppen. Die Endkunden brauchen allerdings keinen Stromausfall befürchten. Die Lieferungen werden von den örtlichen Versorgern sichergestellt. Wegen der gestiegenen Strompreise am Spotmarkt kommt das Geschäftsmodell der alternativen Anbieter unter Druck. Vor kurzem hatte Greenspotting schon über unzulässige Erhöhungen von Abschlagszahlen berichtet.

Die Ursachen für die Eröffnung des enyway-Verfahrens sind bisher nicht bekannt. Anders als die Billiglieferer verstand sich enyway vor allem als Vermittler zwischen Produzenten und Endkunden. Eine Anfrage von Greenspotting bei dem Unternehmen wurde bisher nicht beantwortet. Auf der Presseseite des Unternehmens findet sich kein Hinweis auf das Verfahren. Wir halten unsere Leser über die Entwicklung auf dem Laufenden.

Mehr: Landesjustizministerium

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