Pedelec-Vehikel Hopper kann mit Produktion loslegen

Er sieht aus wie der selige Kabinenroller aus den Fünfzigern. Und ist weder Auto noch Fahrrad. Jetzt hat das Augsburger Startup Hopper Mobility genug Geld zusammen bekommen, um die Produktion zu starten.

Neuer Kabinenroller Hopper Irgendwo zwischen Auto und Fahrrad (Hopper Mobility)
Neuer Kabinenroller Hopper Irgendwo zwischen Auto und Fahrrad (Hopper Mobility)

Mit dem Messerschmitt-Roller von damals hat der Hopper neben Aussehen und der Dreirad-Konstruktion den Sitz der Unternehmen im schwäbischen Augsburg gemeinsam. Doch anders als bei dem Kabinenroller treibt den Hopper nicht ein stinkender, heulender Zweitaktmotor mit neun PS das Hinterrad an. Es die Beinmuskeln der Fahrer, verstärkt durch einen Elektromotor. Der Antrieb funktioniert nach dem Pedelec-Prinzip. Je mehr Muskelkraft auf die Pedale wirkt, desto mehr Verstärkung kommt vom E-Motor. Bei einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern ist Schluss.

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Deshalb braucht es für Hopper-Fahrer keinen Führerschein, noch ein Nummernschild am Auto. Eine Versicherung ist auch nicht nötig. Und der Hopper darf trotz seiner Kabine auf Fahrradwegen fahren. In der Stadt ist er – so behaupten die Hopper-Gründer – schneller als ein Auto. Zumindest von Tür zu Tür. Denn es braucht weder langwierige Parkplatzsuche bei der Ankunft, noch lange Anmarschwege bei der Abfahrt. Und weil der Hopper Fahrradweg-tauglich ist, darf er in vielen Einbahnstraßen gegen den Strich fahren.

Wendekreis unter zwei Meter

Der Zwitter ist – anders als optischer Bruder aus den Fünfzigern – auch für große Menschen geeignet. Fahrer mit fast zwei Meter Größe sind dem Hopper kein Problem. Kinder ab 150 Meter Größe auch nicht. Mit Beifahrer, platziert hinter dem Fahrer, schmilzt der Kofferraum auf 90 Liter zusammen. Ohne reicht in der Cargo-Version der 290-Liter-Gepäckraum für jeden Wocheneinkauf. Das Kabinen-Vehikel ist außen jedoch klein. Der Wendekreis beträgt weniger als zwei Meter. Mit nur 205 Zentimeter Länge und 88 Zentimeter Breite passt der Hybrid quer zwischen zwei Parkplätze.

Um das 120 Kilogramm-Gefährt aus dem Stand in Fahrt zu bringen, gibt es, wie bei vielen Pedelecs, eine elektrische Anfahrtshilfe. Auch ein Rückwärtsgang existiert. Die Batterie reicht im Stadtverkehr bis zu 60 Kilometer. Dank eines zweiten Ansteckplatzes kann die Reichweite problemlos verdoppelt werden.

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Hopper im Park Wo Fahrräder hin dürfen, darf auch der Hopper hin (Hopper Mobility)

Im Vergleich zu Auto ist das Kabinenfahrzeug geradezu billig. Im Vergleich zu E-Bikes – selbst hochpreisigen – ist der Hybrid allerdings teuer. Die Modelle der Pilotserie im vergangenen Frühjahr kosteten immerhin 7 300 Euro. Sie waren trotz des stolzen Preises ruck zuck ausverkauft. Die für dieses Jahr geplante Normalserie wird – so die Ankündigung der Geschäftsführung – inflationsbedingt teurer.

Geld durch Crowdfunding

Die Gründer sind sich sicher, dass in diesem Jahr die Produktion anläuft. Zusammen mit dem Netzwerk für Privatinvestoren Companisto hatte das Startup Unterstützer zum Crowd-Investent aufgerufen. Immerhin kamen 580 000 Euro zusammen. „Wir sind kurz davor, unsere Produktion zu starten, und können es kaum erwarten, den Hopper auf der Straße zu sehen“, sagt Martin Halama, Mitgründer und Geschäftsführer von Hopper Mobility.

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