Klimaneutraler Containerfrachter aus Norwegen

Die norwegische Werft Kongsberg hat zusammen mit drei Partnern einen Containerfrachter gebaut, der rein elektrisch fährt. Der Kahn soll erst der Anfang einer großangelegten Klima-Initiative sein.

Null Emissionen: Strombetriebener Containerfrachter made in Norway (Foto: Yara)

Sie sind zu viert: die 200 Jahre alte Werft Kongsberg in der gleichnamigen Stadt im Süden Norwegens, der Düngemittelproduzent Yara in Oslo, der Schiffstromspeicher-Spezialist Vard in Alesund im Westen des Landes und das staatliche norwegische Unternehmen Enova, das erneuerbare Energien fördert. Hervorgebracht hat der Firmenverbund ein rein elektisches Containerschiff namens Yara Birkeland, das vom kommenden Jahr an Düngemittel entlang der norwegischen Küste in See stechen soll, ohne dabei klimaschädliches CO2 auszustoßen. “Wir haben uns schon lange auf diesen Tag gefreut. Die Yara Birkeland wird Mineraldünger zwischen Porsgrunn und Brevik transportieren und zu einer erheblichen Emissionsreduzierung während des Transports beitragen”, so Yara-Chef Svein Tore Holsether. “Wir hoffen, dass dieses Schiff der Beginn einer neuen Art von emissionsfreien Containerschiffen sein wird.”

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Container- und Kreuzfahrtschiffe massiv in der Kritik

Containerschiffe verbrennen wie auch Kreuzfahrtriesen normalerweise minderwertigen Mineralöltreibstoff und tragen dadurch zur Luftverschmutzung und Erderwärmung bei, weswegen die Branche massiv in der Kritik steht. Entsprechend suchen die Reeder nach alternativen Antrieben, darunter sogar Segel. Das nordische Quartett will es allerdings nicht bei Schiffen wie der elektrischen Yara Birkeland belassen. Als nach eigenen Angaben weltweit größter Produzent will Yara Ammoniak künftig in großen Mengen auch klimaneutral als Treibstoff für Schiffe herstellen, die dann mit sauberen Motoren über die Weltmeere schippern sollen. Dadurch soll zudem die Produktion von Düngemittel, für die vielfach Ammoniak benötigt wird, klimafreundlicher werden.

Grüne Ammoniakproduktion

Aktuell gehen zwei Prozent des weltweiten Energieverbrauchs auf das Konto der Ammoniakproduktion, wodurch diese zu 1,2 Prozent zum gesamten Klimagasausstoß beiträgt. “Als weltgrößter Ammoniakproduzent hat Yara eine Offensive im internationalen Maßsta gestartet, sowohl um die laufendenden Emissionen zu beseitigen also auch um eine neue saubere Ammonikproduktion aufzubauen”, so Magnus Krogh Ankarstrand, Chef der Konzerntochter Yara Clean Ammoniac.

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