Schwarzwälder erwägen Abgabe für Auflugssziele

Zwei Euro für das Selfie vom Feldberg, drei Euro für ein paar Kilometer Skilaufen auf der Loipe? Tourismus-Verantwortliche im Schwarzald überlegen, die Nutzung der Natur durch Fremde mit Geld zu steuern.

Wander-, Ski- und Selfie-Highlights Feldberg und Belchen: Normale Natur soll kostenlos bleiben (Foto: analogicus / pixabay)

Die Idee ist nicht ganz neu. Ähnliche Überlegungen und Regelungen gibt es in US-amerikanischen Nationalparks oder in Venedig. Deshalb erwägt Thorsten Rudolph das jetzt auch für Deutschlands höchstes Mittelgebirge, den Schwarzwald. „Muss das immer für alle kostenfrei sein?“, fragt der Geschäftsführer von Hochschwarzwald Tourismus. „Oder kann man einen sogenannten Umwelteuro erheben, der dazu dient, in die Infrastruktur zu investieren, in den Klimaschutz, die Nachhaltigkeit?“ Darüber geht jetzt die Diskussion im süwestlichsten Zipfel Deutschlands los.

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Übernachtungsgäste zahlen bereits, Tagestouristen nicht

Auslöser für die Überlegungen des Tourismusmanagers sind die gerigeren Einnahmen der Region wegen der Corona-Pandemie. Mit Geld von Tagestouristen könne man die Qualität der Tourismusziele im Hochschwarzwald erhalten und weiterentwickeln. Übernachtungsgäste zahlten Kurtaxe, Kurzausflügler leisteten aber teils keinen Beitrag zur Wertschöpfung, so Rudolph.

Online-Buchung für beliebte Ziele

Die Diskussion über das Ob und wie steht ganz am Anfang im Schwarzwald. „Natürlich nicht mit einem Zollhäuschen oder einer Schranke“, so Rudolph. Denkbar zum Beispiel ein Online-Buchungssystem für besonders beliebte Ziele, Wandern auf einem normalen Waldweg hingegen solle weiter nichts kosten. „Wir werden für normale Natur nichts verlangen“, so Rudolph. Es gehe um Orte mit besonderer Infrastruktur, etwa um Aussichtspunkte oder besonders günstig gelegene Parkplätze.

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