Frankreichs Bündnis Nupes aus Grünen und Linken liegt in Umfragen vor Rechten und Zentristen

Kaum gegründet erweist sich das neue politische Bündnis namens Nupes aus Grünen und Linken in Frankreich als aussichtsreiche Alternative bei den Parlamentswahlen im Juni zu den Kandidaten von Macron und Le Pen.

Hofft, die Kanditaten von Macron und Le Pen bei den kommenden Paralmentswahlen zu schlagen: Jean-Luc Mélonchon, Anführer des neuen links-grünen Bündnisses Nupes in Frankeich (Foto: European Commuties)

Die jüngsten Umfragen zeigen: Wenn am 12. Juni in Frankreich der erste Wahlgang zum Parlament erfolgt, haben die Kandidaten des neuen links-grünen Bündnisses Nupes beste Chancen, ihre Wettbewerber der rechten Rassemblement von Marine Le Pen und der zentristischen Bewegung Ensemble von Staatspräsident Emmanuel Macron auf Platz 2 oder 3 hinter sich zu lassen. Damit gäbe es im zweiten Wahlgang, bei dem nur die beiden Erstplatzierten des vorigen Urnengangs gegeneinander antreten, für die Wähler die große Chance einer Richtungsentscheidung: für eine ökologisch-sozialorientierte oder eine wirtschaftsliberale oder nationalistische Politik.

ANZEIGE

Klimasteuer für Reiche

Nupes steht für Nouvelle Union Populaire écologique et sociale, auf Deutsch: Neue ökologische und soziale Volksunion und vereint Vertreter der französischen Grünen, der linken Bewegung La France Insoumise, der Sozialisten und der Kommunisten. Zu ihren 650 Forderungen zählen unter anderem ein Mindesteinkommen von 1500 Euro, eine Klimasteuer für Reiche und die Aufhebung der Patente für wichtige Medikamente, etwa die Imfstoffe gegen Corona.

Ende eines Myhtos

Die Reaktionen auf die links-grüne Sammelbewegung von bürgerlicher Seite fielen aus wie zu erwarten. Die konservative Zeitung Le Figaro warnte vor einer “Sowjetisierung” der französischen Wirtschaft. Macron warf den Nupes-Kandidaten vor, sie stünden für “Nullwachstum”. Der britische Guardian hingegen betont das historische Moment der neuen Art von Volksfront in Frankreich: “Nupes zerstört einen Mythos der vergangenen Jahre: den Mythos, dass es nur Macron oder Le Pen geben kann.”

Mehr: Euroactiv

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*