Industriegase-Konzern Linde macht Tempo bei Wasserstoff

Grün erzeugter Wasserstoff gilt als wichtige Technologie, um aus fossilen Energieträgern und Rohstoffen aussteigen, ob bei der Stahlerzeugung, in der Chemieindustrie oder im Schwerverkehr. Mit einem neuen Werk in Griechenland erhöht der deutsch-amerikanische Industriegase-Konzern Linde die Kapazitäten.

Linde Hydrogen Center in Unterschleißheim bei München: Neue Elektolyseure von den Niagara-Fällen bis zur Akropolis (Foto: Linde)

Die Ankündigung lässt einiges erwarten. “Das war nur die erste Stufe”, so Oana Reiber. “Wir werden weiter neue Projekte ausloten und in grünen Wasserstoff investieren, um die Dekarbonisierung in allen Industriesektoren und in der Autobranche zu erreichen.” Die frohe Botschaft gilt dem neuen Werk des deutsch-amerikanischen Industriegase-Herstellers Linde, das dessen Griechenland-Chefin Reiber jetzt in Mandra unweit der Landeshauptstadt Athen einweihte. Die Anlage hat eine Leistung von 1 Megawatt.

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Teil eines größeren Investitionsprogramms

Grüner Wasserstoff wird erzeugt, indem mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien Wasser in seine beiden beiden Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt wird. Die Anlagen, die dies bewerkstelligen, heißen Elektrolyseure. Linde rechnet mit einer großen Nachrfrage in den kommenden Jahren und baut deshalb rund um den Globus die Kapazitäten massiv aus. Gemessen daran ist das Investement in Griechenland klein. So baut Linde gerade einen 35-Megawatt-Elektrolyseur an den Niagarafällen in den USA, der aktuell es als der größte seiner Art gilt.

Elektrolyseur in Leuna nimmt Betrieb auf

Allerdings wird Linde auch in Deuschland kräftig in grünen Wassertoff investieren, für den die EU ein milliardenschweres Förderprogramm aufgelegt. So hat der Konrzern in Leuna in Sachsen-Anhalt gerade eine Anlage teilweise in Betrieb genommen, die eine Leistung von 24 Megawatt hat, ebenfalls ein Vielfaches des 1-Megawatt-Elektrolyseurs in Griechenland.

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