Zahl der E-Biker wächst weiter, neues Bundesland auf Platz eins

Die Lust der Deutschen auf Urlaub mit dem Fahrrad nimmt nach dem Corona-Absturz wieder langsam zu, der Drang zum E-Bike sowieso. Allerdings haben die Radreisenden ein neues Liebligsbundesland.

Fernradler sind elektrisiert: Vier von fünf Radreisende benutzen inzwischen ein E-Bike (Quelle: ADFC)

Die Corona-Krise hat auch bei den Radurlaubern tiefe Spuren hinterlassen, auch wenn die Reiselust der Zweiradenthusiasten nach dem Tiefpunkt 2020 wieder zunimmt. Nach einem Rückgang von rund 5,5 Millionen Radreisenden 2018 und 2019 auf 3,5 Millionen im Pandemiejahr 2020 wuchs die Zahl der Pedalisten auf der langen Strecke 2021 auf immerhin 3,9 Millionen. Von diesen waren allerdings so viel wie noch nie mit dem E-Bike unterwegs: 42 Prozent, also gut zwei von fünf Radlern, oder zehn Prozentpunkte mehr. Die zusätzliche Kraft geht in mehr Kilometer und mehr Höhenmeter. Über 72 Prozent der E-Biker geben an, dass sie mit dem E-Rad nun auch längere Strecken fahren, 53 Prozent wagen sich dank der Unterstützung nun auch in hügeligeren Regionen.

ANZEIGE

Bayern steigt um einen Platz ab

Das ist das Ergebnis einer Befragung von rund 10 300 Personen durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC). Am häufigsten befahren ist der Randwanderweg entlang der Weser gefolgt von den Pisten an den Gestaden der Elbe, das Mains, Ostsee und der Ruhr. Einen Wechsel gab es beim beliebtesten Bundesland der Radtouristiker. Hier löste Niedersachsen Bayern vom ersten Rang ab.

Infrastruktur spielt zentrale Rolle

Die E-Bikes werden technisch immer raffinierter. Der ADFC verbindet die Befragung indirekt allerdings auch mit der Forderung nach Verbesserungen der Fahrradwege und der Übernachtungnsmöglichkeiten. “Die aktuelle Radreiseanalyse zeigt ganz klar: Radfahren ist beliebt und zwar besonders dort, wo die Qualität der Radwege stimmt. Bei der Entscheidung für eine Radreise – aber auch für einen Tagesausflug – spielt die Infrastruktur eine zentrale Rolle“, so ADFC-Tourismusvorstand Christian Tänzler.

Mehr: ADFC

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*