Mit Wasserstoff über Acker und Asphalt

Auch Verbrennungsmotoren können das Klima schützen – etwa indem sie grünen Wasserstoff benutzen. Darauf spekuliert der deutsche Motorenspezialist Deutz mit einem Aggregat für Schwer- und Nutzfahrzeuge.

260-PS-Sechszylinder: Wasserstoff-Verbrennungsmotor von Deutz (Foto: Deutz)

Magirus Deutz – die deutschen Bullen sind die besten. Mit diesem Spruch warb das einstige Partnerunternehmen des Kölner Motorenherstellers Deutz bis in die 1980er Jahre für seine kraftstrotzenden Motoren für Feuerwehr-, Militär- und sonstige schwere Fahrzeuge. Nun wollen sich die Domstädter noch einmal einen Namen machen und in den nachfossilen Verkehr einsteigen: mit einem Verbrennungsmotor, der kein Benzin oder keinen Diesel sondern klimaneutral erzeugten Wasserstoff verbrennt. Ein solches Aggragat haben die Kölner so weit entwickelt, dass es ihrer Ansicht nach 2014 in die Serienfertigung gehen könnte.

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Erfolgreiche Testphase

Der Verbrennungsmotor mit null CO2-Ausstoß verfügt über eine Leistung von 200 Kilowatt, das entspricht rund 260 PS. Der Sechs-Zylinder hat laut Unternehmen erfolgreich die Testphase bestanden ist gedacht für schwerere Fahrzeuge etwa in der Landwirtschaft oder am Bau. Ebenso könnte das Kraftpaket sauberen Strom erzeugen.

Auch BMW hatte schon einmal einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor gebaut, war jedoch über die Einzelfertigung nicht hinausgekommen. Wäre die Versorgung mit Wasserstoff gesichert, hätten Deutz zumindest einen zeitlichen Vorsprung. Produktionskapazitäten für Wasserstoff zumindest sind genug geplant, sogar ganz in der Nähe, im Süden von Köln.

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