Rückschlag: Kohle musste Windenergie ersetzen

Das erste Quartal dieses Jahres zeigte, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn grüner Strom gespeichert wird für den Fall, dass zu wenig Wind weht und die Sonne nicht scheint.

Vor einem Jahr schien die Energiewende noch in Takt. Nur rund jede fünfte Kilowattstunde in Deutschland stammte im ersten Quartal 2020 von Kohlekraftwerken, mehr als jede dritte dagegen von Windkrafträdern. Doch in den ersten drei Monaten dieses Jahres änderte sich das Bild fundamental: Strom aus Windenergie hatte nur noch einen Anteil von 24 Prozent an der Stromerzeugung, dafür entfielen auf Kohle 29 Prozent. Schien es 2020 noch so, als hätten die eneuerbaren Energien mit 51 Prozent die umwelt- und klimaschädlichen Konkurrenten Kohle, Erdgas und Atomkraft endlich für immer überholt, kam es von Januar bis Ende März dieses Jahres zu einem unerfreulichen Rückschlag: Wind, Sonne und Biogas produzierten nur noch 41 Prozent dies hiesigen Stroms, 59 Prozent kamen von herkömmlichen Meilern.

Wichtige Lehre für Enegiepolitik

Das Wiedererstarken der Umwelt- und Klimasünder beeinhaltet eine wichtige Lehre für die Energiepolitik: Erstens müssen die verschiedenen insbesonderen grünen Energieträger besser miteinander verkoppelt werden (Fachwort: Sektorenkopplung) Zweitens gilt es, überschüssige Windenergie oder Sonnenengie nicht abzuriegeln und somit verpuffen zu lassen, um eine Überlastung des Stromnetzes zu verhindern. Stattdessen “sollten moderne Speichertechnologien besser gefördert und überschüssiger Strom in Wasserstoff umgewandelt werden”, fordert etwa der energiepolitische Sprecher der FDP, Martin Neumann.

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