Umweltbedingungen für Kinder sind in Spanien am besten – Deutschland folgt mit deutlichem Abstand

Das Weltkinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, hat untersucht, welchen Umweltbedingungen Kindern in den verschiedenen Ländern ausgesetzt sind – mit erschreckenden Ergebnissen.

Spanische Küstenlandschaft: Auf der iberischen Halbinsel sind die Umweltbedingungen für Kinder die besten (Foto: Jose Antonio Alba / pixabay)

Geht es danach, wie gut die Luft und das Wasser für Kinder sind, ob die Heranwachsenden von Grünflächen oder von Autoverkehr umgeben sind und wo ihr Wohlbefinden etwa durch den CO2-Aussstoß oder durch Elektronikschrott am wenigsten gestört wird, liegt Spanien weltweit auf Platz eins. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, Unicef. Auf den Rängen zwei und drei von 39 untersuchten Länder landen Irland und Portugal. Deutschland rangiert mit deutlichem Abstand auf Platz acht. Den drittletzten Platz belegen die USA. Schlechter geht es den Kindern unter Umweltgesichtspunkten nur noch in Costa Rica und Rümänien.

Kolumbien und Mexiko sind Negativbeispiele

Die Gefährdungen für Kindern durch schlechte Umweltbedingungen sind weltweit unterschiedlich verteilt. In Kolumbien und Mexiko etwa verlieren Kinder durch verschmutzte Luft innerhalb und außerhalb der Wohnung jeweils durchschnittlich 3,7 gesunde Lebensjahre pro 1000 Kinder unter 15 Jahren. Am geringsten sind die negativen Auswirkungen in dieser Hinsicht in Japan und Finnland. Deutschland liegt im Mittelfeld, hier verlieren Kinder durch Luftverschmutzung statistisch gesehen durchschnittlich ein halbes gesundes Lebensjahr. Um den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist es in 13 der untersuchten Länder sehr schlecht bestellt, darunter in der Türke sowie ebenfalls in Kolumbien und Mexiko.

Deutschland bei Pestiziden vergleichsweise gut

Eine besondere Rolle spielen Insektenvernichtungsmittel, die sogenannten Pestizide, für die es Hinweise auf schädliche Wirkungen für Kinder gibt, darunter die mögliche Verbindung zu Krebs einschließlich
kindlicher Leukämie sowie Schädigungen des Nerven-, Herz-Kreislauf-, Verdauungs-, Fortpflanzungs-, Hormon-, Blut- und Immunsystems. In Tschechien, Polen, Belgien, Israel, den Niederlanden und der Schweiz lebt mehr als eins von zwölf Kindern in Gebieten mit hoher Pestizidbelastung. Deutschland schneidet hier mit
einem Anteil von 0,1 Prozent vergleichsweise gut ab.

Mehr: Unicef

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*