West Australia schafft längsten Elektro-Highway

Down Under macht es vor: Der westlichste Bundesstaat Australien stattet seine 3205 Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung mit so viel Ladestationen aus, dass kein E-Autofahrer Angst haben muss, ohne Strom liegen zu bleiben.

Mutmacher für Elektroautofahrer: West Australias Landesregierung in Perth elektrifiziert Nord-Süd-Highway (Foto: Jkather)

Das nennt man zupackend: Die Regierung des australischen Bundesstaates Western Australia hat beschlossen, seine Nord-Süd-Verbindung zur Traumstraße für Elektroautos auszubauen. Dazu sollen auf der 3205 Kilometer langen Strecke zwischen Kununurra im Norden und Esperance im Süden bis 2024 alle 200 Kilometer jeweils 45 Ladestationen errichtet werden. Dadurch soll jeder E-Autofahrer die Angst verlieren, mit leerer Batterie liegen zu bleiben – sowie zugleich die Möglichkeit erhalten, im Umfeld der E-Tankstellen shoppen zu können. Und das alles, obwohl es in ganz Western Australia zur Zeit erst 1400 zugelassene Elektro-Autos gibt.

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Für Deutschland leicht zu machen

Wie sehr die Wessis des fünften Kontinents im Vergleich zu Deutschland der E-Mobilität zugewandt sind, zeigt die Gegenüberstellung der beiden Länder. So hat sich die Regierung in der Landeshauptstadt Perth zu dem Riesenschritt entschieden, obwohl Western Australia gerade mal ein Fünfunddreißigstel der Bevölkerung von Deutschland hat. Um Gleiches zu schaffen und den E-Autofahrern Tanksicherheit zu bieten, müsste die Bundesregierung entlang der hiesigen Autobahnen lediglich gut vier mal so viele Ladestationen errichten, da das deutsche Autobahnnetz gerade mal gut vier mal so lang ist wie der Nord-Süd-Highway von Western Australia. Eigentlich kein Problem für eine dreimal so starke Wirtschaftsnation, offenkundig aber für eine dem Neoliberalismus erlegene Politik des schwachen Staates und der schwarzen Null.

Mehr: cleantechnica

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