Stromer: Tesla überholt Volkswagen auf dem Heimatmarkt

Tesla verkauft 48 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr. Volkswagen fällt dagegen um 40 Prozent zurück. Inzwischen kaufen in Deutschland mehr Kunden Stromer als Hybrid-Vehikel.

 Stromer ID.4 Volkswagen fällt auf den Heimatmarkt zurück, Tesla legt in Deutschland zu (Foto: Volkswagen)
Stromer ID.4 Volkswagen fällt auf den Heimatmarkt zurück, Tesla legt in Deutschland zu (Foto: Volkswagen)

Immerhin legten sich 14,5 Prozent aller Neuwagenkäufer einen Stromer, im Branchenjargon BEV genannt, zu. Damit stieg in den ersten neun Monaten der BEV-Anteil immerhin um Viertel. Allerdings lagen die Zuwächse in den Vorjahren oft über zwei Drittel. Zurück gingen dagegen die Zulassungszahlen für Hybridfahrzeuge, die nur noch etwa elf Prozent der Neuzulassungen ausmachten. Die Stecker-Hybride eingerechnet, machen bei deutschen Marken 49,5 Prozent die E-Fahrzeuge der Neuzulassungen aus. Dies geht aus einer gestern veröffentlichten Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes hervor.

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Erstmals seit Jahren hat der texanische Elektroautobauer Tesla die Marke Volkswagen abgehängt. Tesla verzeichnete auf dem deutschen Markt 38 485, die Marke Volkswagen 32 326 Neuzulassungen von Vollelektrikern. Unter Einbeziehung aller Marken (z.B. Skoda, Audi, Porsche) kommt der VW-Konzern mit über 60 000 Fahrzeugen allerdings auf fast zwei Drittel mehr Zulassungen von Stromern als sein amerikanischer Wettbewerber.

Merecedes verdoppelt Stromer-Anteil

Platz drei fiel an den koreanische Brand Hyundai mit etwa 21 000 Neuwagen. Andere deutsche Marken wie BMW, Audi, Mercedes-Benz oder Opel lagen mit 16 000 bis 18 000 Fahrzeugen deutlich zurück. Sie konnten allerdings ihren BEV-Absatz im Vergleich zu den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres erheblich ausweiten. So verzeichnete Mercedes-Benz 96 Prozent mehr Neuzulassungen von Stromern als im Vorjahreszeitraum, Audi 87 Prozent. BMW kam auf eine Steigerung von 71 Prozent und Opel auf 62 Prozent.

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt)

Bei Audi waren immerhin rund zwölf Prozent des Deutschland-Absatzes Stromer. Mercedes kam etwa auf neun Prozent. Die beiden Marken steigerten damit den BEV-Anteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast auf das Doppelte. Bei Porsche und BMW machten die Vollelektriker dreizehn und elf Prozent aus. Die Marke Volkswagen kam allerdings nur auf neun Prozent. Im Vorjahr waren es 14 Prozent.

Renault, Hyundai und Fiat bei rund 30 Prozent

Von den deutschen Marken brachte nur Smart einen Stromer-Anteil von hundert Prozent zur Neuzulassung. Bei den Auslandsmarken führte Tesla als reiner BEV-Hersteller. Auch die chinesische Marke Polestar kam auf 99 Prozent E-Vehikel. Renault, Hyundai und Fiat erreichten immerhin Stromer-Anteile um 30 Prozent.

Mehr: Kraftfahrt-Bundesamt

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